Herzlich willkommen zur Saison 2010/2011!
 
Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde der Welser Abonnementkonzerte,

 

Wort und Musik sind seit jeher ein Paar, dessen Verhältnis geprägt ist vom Spannungsfeld zwischen gegenseitiger Inspiration und dem Kampf um die Vormachtstellung – im Liedschaffen wie in der Oper: Wer ist wessen Dienerin?

Die Liebe der Komponisten zu ihren Dichtern erzeugt nicht selten eine Hassliebe der Dichter zu ihren Komponisten: Man denke an die Geringachtung Goethes gegenüber Schuberts Vertonung seines Erlkönigs. Auch Robert Schumann ist in seinem Liederzyklus Dichterliebe nicht immer zimperlich mit Heinrich Heines Worten umgegangen: Er hat wiederholt und umgeformt, wie es ihm notwendig schien.

Sie hören diese Dichterliebe, deren Titel zugleich das Motto der Programmkomposition der aktuellen Saison ist, in drei verschiedenen Fassungen: Wolfgang Holzmair singt das Original und davor „seine“ Dichterliebe, d.h. Heines Texte in teils wenig bekannten Vertonungen. Ulrike Beimpold gestaltet mit dem Ensemble CrossNova ihre Version der Verbindung der Heineschen Texte mit der Schumannschen Musik.

Den Beginn der Saison markiert ein Werk eines weiteren Jubilars, der sich zeitlebens von Dichtern inspirieren ließ: Die Aufführung der 2. Sinfonie für 2 Solisten, gemischten Chor und großes Orchester von Gustav Mahler auf der Bühne des Welser Stadttheaters stellt – nicht nur was die Zahl der Ausführenden betrifft – einen Höhepunkt dieser Spielzeit dar.

Der Komponist Iván Eröd, in dessen Oeuvre das Vokalschaffen einen wichtigen Platz einnimmt, steht diesmal im Zentrum der Welser Komponistentage. Bei einem Kammermusikportrait und einem Orchesterkonzert wird er uns Einblicke in sein Leben und Schaffen gewähren.

 

Erleben Sie mit uns die vielfältigen Dichterlieben ausgewählter Tondichter!

Die Künstler und ich freuen uns auf Ihren Besuch.

Herzlich

Ihr

 

Helmut Schmidinger, Intendant


 

 Wir danken unseren Medienpartnern